Erstes Freiluft-Porträt eines kanadischen Premierministers enthüllt
Sebastian VoigtErstes Freiluft-Porträt eines kanadischen Premierministers enthüllt
Ein neues offizielles Porträt von Brian Pallister, dem ehemaligen Premierminister von Manitoba, wurde enthüllt. Das Gemälde ist das erste, das einen Provinzregierungschef im Freien zeigt – es stellt ihn in der Nähe des Assiniboine River dar. Pallister führte die Provinz von 2016 an, bis er 2021 vorzeitig, mitten in seiner Amtszeit, zurücktrat. Sein Erbe ist zwiespältig: Es umfasst wirtschaftliche Reformen, aber auch die Herausforderungen der Pandemie.
Pallister übernahm 2016 das Amt, nachdem seine Progressive Conservative Party einen Erdrutschsieg errungen und 40 der 57 Sitze im Parlament gewonnen hatte – die größte Mehrheit in der modernen Geschichte Manitobas. Bei seiner Wiederwahl setzte er auf Steuersenkungen, die Reduzierung des Haushaltsdefizits und Handelsabkommen mit anderen Provinzen. Seine Regierung bemühte sich zudem, Investitionen anzuziehen und die Schaffung von Arbeitsplätzen zu fördern, insbesondere nach Herabstufungen der Kreditwürdigkeit Manitobas durch Ratingagenturen.
Die COVID-19-Pandemie prägte seine Amtszeit wie keine andere Phase. Pallister bezeichnete sie später als eine unglaublich schwierige Zeit, in der es kaum gesellschaftlichen Konsens über das richtige Vorgehen gab. Seine Regierung sah sich mit Kritik an Reformen im Gesundheitswesen und an den eingeschränkten Maßnahmen konfrontiert, auch wenn sein Nachfolger, Kelvin Goertzen, seine Anstrengungen während der Krise würdigte.
Das neu präsentierte Porträt, gemalt vom Künstler Andrew Valko, zeigt Pallister am Ufer des Assiniboine River bei High Bluff in der Nähe von Portage la Prairie. Im Gegensatz zu früheren Premier-Porträts bricht dieses mit der Tradition, indem es den Dargestellten in einer natürlichen Umgebung zeigt.
Pallister trat 2021, auf der Hälfte seiner zweiten Amtszeit, zurück. Seine Regierungszeit war geprägt von großen Wahlerfolgen, wirtschaftlichen Reformen und den Herausforderungen einer globalen Gesundheitskrise. Das Porträt wird nun zu einem bleibenden visuellen Zeugnis seiner Amtszeit – und setzt gleichzeitig einen neuen Maßstab für die offizielle politische Kunst Manitobas.






