"Entertainment Tonight" digitalisiert 200.000 Stunden Popkultur-Geschichte für ein neues Zeitalter
Finn Wolf"Entertainment Tonight" digitalisiert 200.000 Stunden Popkultur-Geschichte für ein neues Zeitalter
Ein gewaltiges Archiv der Popkultur-Geschichte wird wieder zum Leben erweckt. Entertainment Tonight, die erste tägliche Sendung, die sich ausschließlich Prominenten-Nachrichten widmete, hat über Jahrzehnte hinweg mehr als 200.000 Stunden Filmmaterial gesammelt. Nun, da die Show in ihre 45. Staffel geht, werden ungesendete Interviews und seltene Momente digitalisiert – für ein neues Publikum.
Als Entertainment Tonight 1981 an den Start ging, füllte es eine Lücke im Fernsehen. Vor dem Internetzeitalter waren Nachrichten über Stars selten außerhalb von Morgensendungen oder gelegentlichen Prime-Time-Specials zu sehen. Barbara Walters hatte in den 1970er-Jahren mit ihren prominenten Interviews Furore gemacht, doch eine tägliche Berichterstattung über die Unterhaltungsbranche gab es erst, als Paramount das Wagnis einging.
Das Archiv der Sendung entwickelte sich zu einem Schatz an kulturellen Momenten. Unter den 200.000 Stunden Videomaterial finden sich Jane Fonda bei einer Aerobic-Stunde, Michael Jackson bei den Dreharbeiten zu Beat It oder Arnold Schwarzenegger in der Maske für Terminator. Selbst Taylor Swifts erstes Fernsehinterview wurde von den Kameras der Sendung festgehalten.
Während das Team nun alle über 11.600 Folgen digitalisiert, tauchen vergessene Aufnahmen wieder auf. Das Archiv ist zudem zu einer Einnahmequelle geworden: Ausschnitte werden für Dokumentationen und Streaming-Specials lizenziert. Die Sendung selbst läuft unterdessen weiter – moderiert von Kevin Frazier und Nischelle Turner –, während Fans Promi-News heute sofort auf ihren Handys abrufen können.
Die Digitalisierung des Entertainment-Tonight-Archivs sichert Jahrzehnte der Unterhaltungsgeschichte für die Zukunft. Seltene Interviews und Backstage-Aufnahmen erreichen durch Streaming und Dokumentationen ein breiteres Publikum. Das Erbe der Sendung als Pionier der Popkultur-Berichterstattung erstreckt sich nun bis ins digitale Zeitalter.






