Elterninitiative klagt gegen Antirassismus-Netzwerk an Grundschule Bestensee
Sebastian VoigtElterninitiative klagt gegen Antirassismus-Netzwerk an Grundschule Bestensee
Die Grundschule Bestensee in Brandenburg soll dem Netzwerk „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ beitreten. Eine Elterninitiative hat jedoch gegen den Beschluss Widerspruch eingelegt. Der Schritt folgt einer Abstimmung unter den Schulmitgliedern, die eine hohe Beteiligung verzeichnete.
Die Schulleitung hatte den Beitritt zum Antirassismus-Netzwerk vorgeschlagen. Dafür war eine Zustimmung von mindestens 70 Prozent erforderlich. Bei der Abstimmung stimmten 78 Prozent der teilnehmenden Mitglieder dafür – bei einer Wahlbeteiligung von 92 Prozent.
Eine von einem AfD-Mitglied angeführte Elterninitiative lehnte den Plan ab. Die Gruppe wirft dem „Courage-Netzwerk“ vor, gegen die Pflicht zur Neutralität zu verstoßen. Sowohl die Schule als auch die Bildungsbehörde wiesen diese Bedenken zurück.
Der Initiator der Elterninitiative hat nun rechtliche Schritte eingeleitet. Er reichte Klage gegen die Bildungsbehörde ein und beantragte eine gerichtliche Anordnung, um eine Entscheidung über seinen Antrag auf aufsichtsrechtliches Einschreiten zu erzwingen. Brandenburgs Bildungsminister Gordon Hoffmann besuchte die Schule, um seine Unterstützung für die Initiative zum Ausdruck zu bringen.
Die Schule wird ihr Bewerbungsverfahren für das Netzwerk fortsetzen. Die Klage könnte den Prozess verzögern, ändert jedoch nichts an der grundsätzlichen Entscheidung der Schule. Das Ergebnis des Rechtsstreits steht noch aus.






