19 March 2026, 12:39

Ehemaliger US-Marine droht nach 36 Jahren die Abschiebung – trotz Militärdienst

Eine Liniendiagramm, das die Anzahl der Personen zeigt, denen von 1990 bis 2016 in den USA Asyl gewährt wurde, mit begleitendem erklärendem Text.

Ehemaliger US-Marine droht nach 36 Jahren die Abschiebung – trotz Militärdienst

Paul Canton, ein ehemaliger US-Marine, lebt seit 36 Jahren in den USA, doch nun droht ihm die Abschiebung. Der in Neuseeland geborene und in Australien aufgewachsene Canton trat in den frühen 1990er-Jahren den Marines bei – nur um später zu erfahren, dass ihm nie die US-Staatsbürgerschaft gewährt worden war. Sein Fall sorgt nach Jahren juristischer Kämpfe und persönlicher Rückschläge für Aufsehen.

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Canton kam zunächst als Austauschstudent in die USA, bevor er sich den Marines anschloss. Er diente ehrenhaft, doch seine Einbürgerung wurde abgelehnt, weil sein aktiver Dienst erst nach dem Ende des Golfkriegs begann – ein entscheidender Stichtag für die Berechtigung. Seine australische Staatsbürgerschaft verlor er automatisch mit der Einberufung, was ihn rechtlich gesehen staatenlos zurückließ.

Vor einem Jahrzehnt stellte Canton bei der Verlängerung seines Führerscheins fest, dass er kein US-Bürger war. Die Erkenntnis traf ihn hart, besonders da er bei Wahlen abgestimmt hatte – in dem Glauben, dazu berechtigt zu sein. Diese Wahlbeteiligung erschwert nun seinen Einbürgerungsantrag, da sie gegen Einwanderungsbestimmungen verstößt.

Seine Anwältin, Elizabeth Ricci, vertritt ihn seit sechs Jahren ehrenamtlich. Sie setzt sich für eine politische Lösung ein und argumentiert, Canton habe keine Bindung mehr an Neuseeland und betrachte die USA als seine einzige Heimat. Seine Kinder sind in Amerika aufgewachsen, was seine Verbindung zum Land weiter vertieft.

Trotz seines langen Aufenthalts könnte Canton bald eine Vorladung vor das Einwanderungsgericht in Orlando erhalten. Aufgrund der überlasteten Gerichte könnte eine Anhörung jedoch erst in Monaten oder sogar Jahren stattfinden.

Cantons Zukunft bleibt ungewiss, während er auf eine mögliche Gerichtsvorladung wartet. Ohne Staatsbürgerschaft droht ihm trotz jahrzehntelanger Militärdienstzeit und Familienlebens in den USA die Abschiebung. Der Ausgang seines Falls hängt nun von juristischen Argumenten und möglicher politischer Unterstützung ab.

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