Dutertes Anwälte wehren sich gegen Vorwürfe der Aufruhr-Anstiftung und Bedrohungen
Sebastian VoigtDutertes Anwälte wehren sich gegen Vorwürfe der Aufruhr-Anstiftung und Bedrohungen
Die Rechtsvertreter von Vizepräsidentin Sara Duterte haben Vorwürfe der Anstiftung zum Aufruhr sowie schwerer Bedrohungen entschieden zurückgewiesen. Die vom National Bureau of Investigation (NBI) untersuchten Anschuldigungen wurden am 30. April 2026 infrage gestellt. Anwalt Paul Lawrence Lim, der Duterte vertritt, bezeichnete die Beweislage als schwach und mangelhaft zusammengestellt.
Das NBI hatte zuvor angedeutet, dass Äußerungen Dutertes – in denen sie angeblich den Auftrag zur Tötung von Präsident Ferdinand Marcos Jr., First Lady Liza Araneta Marcos und dem ehemaligen Parlamentspräsidenten Martin Romualdez erteilt habe – als schwere Bedrohung gewertet werden könnten. Die Ermittlungsergebnisse wurden an das Justizministerium zur vorläufigen Prüfung weitergeleitet.
Lim entgegnete, die Beweise seien "zusammengebastelt" und "sogar geschnitten" worden, wodurch entscheidender Kontext verloren gegangen sei. Er warf den Ermittlern vor, Meinungen als Fakten zu präsentieren und zentrale Details zu ignorieren. Der Anwalt bezeichnete den Versuch, Duterte mit den Vorwürfen in Verbindung zu bringen, als "gigantischen logischen Sprung" und argumentierte, der Fall beruhe auf keiner soliden Grundlage.
Dutertes Lager wies zudem jede direkte Verbindung zwischen der Vizepräsidentin und den angeblichen Drohungen gegen den Präsidenten zurück. Die vorgelegten Unterlagen reichten demnach nicht aus, um einen hinreichenden Tatverdacht für die Anklagepunkte zu begründen. Nach Abschluss der Anhörungen im Parlament bestand Dutertes Rechtsteam darauf, dass die Angelegenheit in den zuständigen juristischen Instanzen und nicht in der öffentlichen Debatte geklärt werden müsse.
Im Mittelpunkt des Streits steht die Frage, ob Dutertes Äußerungen die rechtliche Schwelle für schwere Bedrohungen oder Anstiftung erreichen. Das Justizministerium wird nun die NBI-Ergebnisse prüfen, bevor über das weitere Vorgehen entschieden wird. Das Ergebnis wird darüber bestimmen, ob formelle Anklagen gegen die Vizepräsidentin erhoben werden.






