"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt vermissten Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Sebastian Voigt"Die Verschwundenen": Ein Buch gibt vermissten Frauen aus Oaxaca eine Stimme
Die Journalistinnen Juana García und Diana Manzo haben ein neues Buch mit dem Titel „Die Verschwundenen: Vermisste Frauen aus Oaxaca“ veröffentlicht. Das Werk erzählt die Geschichten von acht jungen indigenen und afro-mexikanischen Frauen, die im südmexikanischen Bundesstaat spurlos verschwanden. Bei der Buchpräsentation waren Angehörige der Vermissten sowie Vertreterinnen und Vertreter der Zivilgesellschaft an ihrer Seite.
Das Buch dokumentiert das Verschwinden der acht Frauen und wirft ein Licht auf die unermüdliche Suche ihrer Familien. Gleichzeitig kritisiert es die mangelhaften Ermittlungen der Behörden. García widmete das Projekt den Müttern, Vätern und Angehörigen, die noch immer nach Antworten suchen.
Während der Vorstellung erklärte Manzo, dass die namentliche Nennung der vermissten Frauen im Druck für ihre Angehörigen ein Zeichen der Hoffnung sei. Die Autorinnen verwiesen dabei auf einen Bericht der Interamerikanischen Menschenrechtskommission, dem zufolge in Mexiko offiziell über 130.000 Menschen als vermisst gemeldet sind.
Die Einnahmen aus dem Verkauf von „Die Verschwundenen“ kommen den Müttern der Vermissten zugute. Bei der Buchpräsentation kamen neben Zeugnissen von Angehörigen auch Vertreterinnen und Vertreter von Menschenrechtsorganisationen zu Wort.
Ziel des Buches ist es, das Thema des erzwungenen Verschwindenlassens in der Öffentlichkeit präsent zu halten. Die gesammelten Mittel werden direkt den Familien helfen, die weiterhin nach ihren Töchtern suchen. Offizielle Zahlen bestätigen, dass die Krise der vermissten Personen in Mexiko zu den schwerwiegendsten in der Region gehört.






