Die Grünen in Rheinland-Pfalz starten mit neuem Führungsteam durch
Charlotte RichterDie Grünen in Rheinland-Pfalz starten mit neuem Führungsteam durch
Die Grünen in Rheinland-Pfalz formen Führung nach Wahlverlusten neu
Nach Rückschlägen bei der Landtagswahl im März haben die Grünen in Rheinland-Pfalz ihre Führung neu aufgestellt. Mit 7,9 Prozent der Stimmen stellen sie nun zehn Abgeordnete im neuen Parlament – ein deutlicher Rückgang gegenüber ihrer bisherigen Regierungsbeteiligung. Trotz des Rückschlags wählten die Mitglieder einen rein weiblichen Landesvorstand und steckten neue Ziele für die Zukunft ab.
Die Landtagswahl im März beendete 15 Jahre grüne Regierungsbeteiligung in Rheinland-Pfalz. Die Partei erreichte 7,9 Prozent der Stimmen, ein Minus von 1,4 Prozentpunkten im Vergleich zur letzten Wahl. Katrin Eder, die neue Fraktionsvorsitzende, bezeichnete das Ergebnis als „stolz“, räumte aber ein, dass die Partei nun in der Opposition vorankommen müsse.
Auf dem Parteitag wählten die Mitglieder erstmals einen rein weiblich besetzten Landesvorstand. Carolin Cloos aus Worms wurde mit 72,28 Prozent der Stimmen zur einer Co-Vorsitzenden gewählt. Die 33-jährige Mainzer Stadträtin Christin Sauer übernahm mit 63,37 Prozent der Stimmen die zweite Co-Vorsitzendenrolle. Sauer, die von 2021 bis 2025 den Mainzer Grünen-Kreisverband leitete, betonte, Vertrauen durch lokale Arbeit zurückzugewinnen, und setzte sich das Ziel, bis 2031 wieder an der Regierung beteiligt zu sein.
Eder, die die Grüne Fraktion im Mainzer Landtag führt, versprach, die Regierung zur Rechenschaft zu ziehen. Trotz des Ausscheidens aus der Regierungsverantwortung wolle die Partei als treibende Kraft in politischen Debatten wirken.
Die Grünen verfügen nun über zehn Sitze im Landtag, wobei Eder die parlamentarische Arbeit anführt. Das neue Führungsteam hat einen klaren Kurs vorgegeben: Durch lokale Präsenz soll das Vertrauen der Wähler zurückgewonnen und bis 2031 der Wiedereinzug in die Regierung geschafft werden. Der Fokus liegt darauf, aus der Opposition heraus Politik mitzugestalten und sich gleichzeitig auf künftige Wahlen vorzubereiten.






