Deutschlands Suche nach Alternativen nach US-Rückzug bei Tomahawk-Raketen
Julian HartmannDeutschlands Suche nach Alternativen nach US-Rückzug bei Tomahawk-Raketen
Deutschland steht vor einer wachsenden „Abschreckungslücke“ nach US-Rückzug bei Tomahawk-Raketen
Die USA haben Pläne zur Stationierung von Marschflugkörpern vom Typ Tomahawk in Deutschland überraschend zurückgenommen – eine Entscheidung, die unter dem damaligen Präsidenten Donald Trump revidiert wurde. Nun suchen deutsche Verteidigungspolitiker hastig nach Alternativen. Abgeordnete aus der Unionsfraktion und der SPD fordern von Verteidigungsminister Boris Pistorius, zügig eine Lösung zu präsentieren.
Die Tomahawk-Raketen sollten ursprünglich als Übergangslösung dienen, während Europa an eigenen präzisionsgelenkten Langstreckenwaffen arbeitet. Ihre Streichung wirft nun Fragen nach der militärischen Einsatzbereitschaft in der Region auf.
CSU-Abgeordneter Erndl kritisiert zögerliche Modernisierung der Bundeswehr Thomas Erndl, verteidigungspolitischer Sprecher der CSU, übt scharfe Kritik am Tempo der Bundeswehr-Reformen. Er fordert einen „Aktionsplan 2029“, um sicherzustellen, dass Deutschland ohne Verzögerung eine glaubwürdige Abschreckung aufbaut. Zudem solle Pistorius multinationaler Kooperationen und innovativer Lösungen deutscher Rüstungsunternehmen prüfen.
SPD-Politikerin Möller plädiert für schnellere europäische Raketenproduktion Siemtje Möller, stellvertretende SPD-Vorsitzende, drängt auf beschleunigte Fortschritte bei der europäischen Raketenentwicklung. Sie schlägt eine Zusammenarbeit mit der Ukraine im Rahmen des FP-5-Flamingo-Marschflugkörperprogramms vor. Möller betont, Europa verfüge bereits über das technische Know-how und die industrielle Kapazität, um solche Systeme eigenständig zu produzieren.
Experten warnen vor Schwächung der NATO-Abschreckung Verteidigungsexperten warnen, dass die entstandene Lücke in der Abschreckungsfähigkeit die NATO verwundbar machen könnte. Der Druck auf Deutschland wächst, bis 2029 eine führende Rolle bei der Schließung dieser Lücke zu übernehmen.
Der Abzug der Tomahawk-Raketen zwingt Deutschland zum Umdenken in der Sicherheitspolitik. Die Forderungen der Abgeordneten sind konkret: Sie reichen von einer möglichen Kooperation mit der Ukraine bis hin zur beschleunigten europäischen Produktion. Ohne schnelles Handeln droht dem Land ein Rückstand bei Langstreckenraketen.






