20 April 2026, 16:03

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung: Milliarden-Deal und mögliche Fusion mit Uniper

Eine Balkendiagramm, das die Abhängigkeit Europas von russischem Erdgas zeigt, mit Prozentangaben und Texten, die das Investitionsniveau angeben.

Deutschland beschleunigt Sefe-Privatisierung: Milliarden-Deal und mögliche Fusion mit Uniper

Deutschland treibt die Pläne zur Privatisierung von Sefe voran, der ehemaligen Gazprom-Tochter in Deutschland. Die Bundesregierung strebt an, durch eine Kapitalerhöhung zwischen 1,5 und 2 Milliarden Euro einzunehmen. Gleichzeitig beschleunigen steigende Gaspreise und geopolitische Spannungen den Prozess.

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Bis Ende 2028 muss der deutsche Staat seinen Anteil an Sefe um mindestens 75 Prozent reduzieren. Nach der ersten Kapitalerhöhung sollen weitere Schritte den staatlichen Besitz noch stärker verringern. Das Unternehmen, das Gasspeicher, Pipelines und eine britische Handelsabteilung betreibt, wird seine Kerngeschäfte zusammenhalten, statt einzelne Vermögenswerte zu veräußern.

Gleichzeitig prüfen Beamte eine mögliche Fusion von Sefe mit Uniper, einem weiteren großen deutschen Gasimporteur. Dies geschieht vor dem Hintergrund, dass Gazprom damit droht, die Gaslieferungen an Moldau ab dem 1. Januar einzustellen – mit der Begründung, das Land habe offene Schulden. Als Reaktion erwägt Moldau nun, seinen Gasversorger Moldovagaz zu verstaatlichen.

Unterdessen hat die US-Regierung dem serbischen Öl- und Gaskonzern Naftna Industrija Srbije (NIS), an dem russische Unternehmen mehrheitlich beteiligt sind, eine letzte einmonatige Ausnahme von den Sanktionen gewährt.

Die Privatisierung von Sefe gewinnt an Fahrt, während Deutschland seine Beteiligung am Unternehmen zurückfahren will. Angesichts wachsender Sorgen um die Energiesicherheit werden die nächsten Schritte der Regierung die Zukunft der deutschen Gasinfrastruktur prägen. Die Entwicklungen werden auch die europäischen Energiemärkte beeinflussen, die weiterhin mit Lieferrisiken konfrontiert sind.

Quelle