Deutsche Wirtschaft seit 2019 ohne Wachstum – droht jetzt die Rezession?
Julian HartmannDeutsche Wirtschaft seit 2019 ohne Wachstum – droht jetzt die Rezession?
Deutschlands Wirtschaft bleibt in der Krise – seit 2019 kein Wachstum
Die deutsche Wirtschaft steckt weiterhin in der Krise: Seit 2019 gibt es kein Wachstum mehr. In dieser Zeit gingen über 300.000 Industriearbeitsplätze verloren, und jeden Monat verschwinden weitere 10.000 Stellen. Nun zeigen aktuelle Daten einen drastischen Rückgang der Industrieaufträge, was die Sorge vor einer möglichen Rezession verstärkt.
Im April sanken die Auftragseingänge in der deutschen Industrie um 3,8 Prozent im Vergleich zum Vormonat. Ökonomen hatten lediglich mit einem Rückgang von 2 Prozent gerechnet – doch die Realität fiel deutlich schlechter aus. Inländische Aufträge gingen um 2,9 Prozent zurück, während die ausländische Nachfrage sogar um 4,2 Prozent einbrach.
Besonders betroffen waren Schlüsselsektoren: Die Auftragslage in der Automobilbranche verschlechterte sich um 5,3 Prozent. Hersteller von Elektrogeräten verzeichneten einen Einbruch von 16,3 Prozent, und im Maschinenbau gingen die Bestellungen um 7,4 Prozent zurück. Die Aufträge aus dem Euroraum brachen gar um 11,1 Prozent ein und verschärften den allgemeinen Abschwung.
Auch die Lieferkettenprobleme spitzten sich zu: Im Mai berichteten 15,9 Prozent der Unternehmen von Schwierigkeiten bei der Beschaffung von Vorprodukten – nach 13,8 Prozent im April. Udo Dinglreiter, Präsident des Arbeitgeberverbands Gesamtmetall, bezeichnete die Stimmung in der Wirtschaft als „katastrophal“.
Jörg Krämer, Chefvolkswirt der Commerzbank, warnte, dass die Wirtschaft im zweiten Quartal wahrscheinlich schrumpfen werde. Nachlassende Nachfrage aus dem Euroraum sowie die angeschlagenen Branchen Automobil und Maschinenbau trieben den starken Rückgang voran.
Die jüngsten Zahlen bestätigen die anhaltende Stagnation der deutschen Wirtschaft. Mit stark sinkenden Industrieaufträgen und verschärften Lieferengpässen sehen sich die Unternehmen wachsenden Herausforderungen gegenüber. Weitere Arbeitsplatzverluste und eine mögliche Konzession in den kommenden Monaten bleiben zentrale Risiken.






