29 March 2026, 08:04

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsprobleme bleiben noch jahrelang bestehen

Gruppe von Menschen steht neben einem Zug auf Gleisen mit einigen sitzend im Zug und anderen auf dem Boden, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund und Text lesend "Ludwigs-Eisenbahn, die erste Bahnstation in Deutschland" unten.

Deutsche Bahn: Pünktlichkeitsprobleme bleiben noch jahrelang bestehen

Die Pünktlichkeitsprobleme der Deutschen Bahn werden sich laut Bundesregierung und Unternehmensführung noch jahrelang hinziehen. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder hat ein bescheidenes Ziel von 70 Prozent pünktlich ankommenden Zügen bis 2029 gesetzt und eingeräumt, dass es keine schnellen Lösungen gebe. Gleichzeitig wies Vorstandschefin Evelyn Palla frühere Ambitionen als unrealistisch zurück – für Fahrgäste bedeutet das: weitere Verspätungen bleiben absehbar.

2024 erreichten nur etwa 60 Prozent der Fernzüge ihr Ziel ohne nennenswerte Verspätungen. Für dieses Jahr rechnen Behörden höchstens mit einer Stagnation auf dem Niveau von 2025 – eine Verbesserung ist nicht in Sicht. Überalterte Infrastruktur und flächendeckende Baustellen belasten die Leistung weiterhin.

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Das Bundesverkehrsministerium hat die "Agenda für zufriedene Kunden" gestartet und darin drei Sofortprogramme vorgestellt. Im Fokus stehen saubere und sichere Bahnhöfe, mehr Komfort im Fernverkehr sowie bessere Fahrgastinformationen. Trotz dieser Maßnahmen warnte Minister Schnieder, dass die Probleme der Bahn sogar das Vertrauen in demokratische Institutionen untergraben könnten.

Palla, die den Vorstandsvorsitz vor einem Jahr übernahm, strich das vorherige Ziel der Vorgängerführung von 75 bis 80 Prozent Pünktlichkeit bis 2027. Die Vorgabe sei unter den aktuellen Bedingungen nicht erreichbar, so die Chefin. Nun gilt die 70-Prozent-Marke für 2029 als offizielle Messlatte – doch selbst deren Erreichen ist ungewiss.

Sowohl die Bahnführung als auch die Regierung sind sich einig: Größere Fortschritte werden noch Jahre auf sich warten lassen. Die Maßnahmen sollen zwar durch bessere Dienstleistungen die Frustration lindern, doch Verspätungen werden vorerst zum Alltag gehören. Fahrgäste müssen sich darauf einstellen, dass sich an der Pünktlichkeit bis 2025 und darüber hinaus kaum etwas ändern wird.

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