22 March 2026, 16:03

Caritas fordert dringend mehr Schutz vor Energiearmut und Wärmewende

Ein hohes Wohnhaus mit zahlreichen Fenstern, Balkonen, Geländern und Klimaanlagen, umgeben von dichtem Grün.

Caritas fordert dringend mehr Schutz vor Energiearmut und Wärmewende

Caritas fordert stärkere Maßnahmen gegen Energiearmut

Die Caritas drängt auf strengere Hilfsmaßnahmen, um einkommensschwachen Haushalten bei den steigenden Energiekosten unter die Arme zu greifen. Die Wohlfahrtsorganisation setzt sich für einen Ausbau der Beratungsangebote, gesetzliche Anpassungen und einen besseren Zugang zu finanzieller Unterstützung ein. Ihre Vorschläge zielen darauf ab, die Belastung für Mieterhaushalte zu verringern und gleichzeitig klimafreundliche Heizlösungen zu fördern.

Laut dem siebten Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung geben Haushalte mit einem Monatsnettoeinkommen von unter 1.300 Euro rund zehn Prozent ihres Einkommens für Wohnenergiekosten aus. Bei Haushalten mit über 5.000 Euro monatlich liegt dieser Anteil bei unter fünf Prozent. Die Kluft zeigt, wie stark ärmere Familien unter den steigenden Energiepreisen leiden.

Caritas-Präsidentin Eva Welskop-Deffaa fordert eine gesetzliche Verpflichtung, in Mietwohnungen klimafreundliche Heizsysteme einzubauen. Moderne Anlagen auf Basis erneuerbarer Energien böten ihrer Meinung nach stabile Langzeitpreise und würden gleichzeitig die Emissionen senken. Zudem plädiert die Organisation für Reformen bei den Sozialleistungen, um staatliche Hilfen wie das Wohngeld leichter zugänglich zu machen.

Bisher hat kein Bundesland und keine Kommune strengere Vorgaben als das bundesweite Gebäudeenergiegesetz (GEG) eingeführt. Dieses schreibt schrittweise steigende Quoten für erneuerbare Energien in bestehenden Gebäuden vor – darunter auch Mietwohnungen: 15 Prozent ab 2029, 30 Prozent ab 2035 und 65 Prozent, sobald kommunale Wärmepläne in Kraft treten. Die Caritas wirbt zudem für ihren "Energie-Check", der Haushalten hilft, den Verbrauch zu senken.

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Die Organisation betont, dass eine Wärmewende nicht nur dem Klimaschutz diene, sondern auch die Abhängigkeit von den globalen Ölmärkten verringere. Allerdings gibt es keine genauen Zahlen dazu, wie viele Mietwohnungen bereits klimafreundlich beheizt werden.

Die Caritas-Vorschläge zielen auf eine doppelte Wirkung: finanzielle Entlastung für einkommensschwache Mieter und Fortschritte beim Klimaschutz. Sollten die Maßnahmen umgesetzt werden, könnten sie die Energiekosten für Geringverdiener senken und den Umstieg auf erneuerbare Heizsysteme beschleunigen. Die Organisation bleibt weiter in Gesprächen mit Politikern auf Bundes- und kommunaler Ebene, um ihre Forderungen durchzusetzen.

Quelle