Cambridge diskutiert umstrittene Alkoholregeln – Gastwirte und Gäste protestieren
Julian HartmannCambridge diskutiert umstrittene Alkoholregeln – Gastwirte und Gäste protestieren
Cambridge in Massachusetts überarbeitet seine Alkoholgesetze – erstmals seit zehn Jahren
Die Stadt Cambridge im US-Bundesstaat Massachusetts prüft erstmals seit einem Jahrzehnt ihre Vorschriften für den Alkoholverkauf. Für die Sommermonate hatte die Kommune bereits vorübergehend einige Regeln gelockert und in bestimmten Bereichen den Verkauf von Alkohol „to go“ erlaubt. Nun sorgen neue Vorschläge für Diskussionen unter Gastwirten und Gästen.
Die zuständige Lizenzkommission will die Bestimmungen noch vor Jahresende aktualisieren. Rückmeldungen von Kneipen, Bars und Kunden sollen die endgültige Fassung der Regeln prägen. Im August findet eine Sitzung statt, in der alle geplanten Änderungen beraten werden.
Zu den umstrittenen Ideen gehört unter anderem, dass Gäste unabhängig von ihrem Alkoholpegel nur noch alle 30 Minuten ein Getränk bestellen dürfen. Ein weiterer Vorschlag sieht vor, den Verkauf von Hochprozentigen im Shot-Glas sowie von Weinflaschen in der letzten Stunde vor Ladenschluss zu verbieten.
Lokale Unternehmer zeigen sich besorgt: Lauren Friel, Inhaberin der Weinbar Dear Annie, lehnt die Pläne ab und rief ihre Follower auf, Stellung zu beziehen. Kevin Treanor, Besitzer des Pubs The Phoenix Landing, nannte die Vorhaben „überraschend“ und „schwer umsetzbar“. Stadtrat Marc McGovern kündigte an, die Angelegenheit genau zu prüfen.
Auch Gäste – darunter Touristen aus Norwegen – üben Kritik. Bei der August-Sitzung erhalten Betriebe und Anwohner die Möglichkeit, ihre Bedenken vorzutragen. Die Kommission wird alle Eingaben berücksichtigen, bevor sie die neuen Regeln final beschließt.
