Bundeswehr bestellt hochmoderne Raider-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro bei Rheinmetall
Sebastian VoigtBundeswehr bestellt hochmoderne Raider-Drohnen für 2,4 Milliarden Euro bei Rheinmetall
Das deutsche Verteidigungsministerium hat die Freigabe für eine große Beschaffung von Loitering Munition beim Rüstungskonzern Rheinmetall beantragt. Das Vorhaben mit einem Volumen von bis zu 2,387 Milliarden Euro markiert einen weiteren Schritt zur Ausweitung der Drohnenfähigkeiten des Landes. Eine erste Tranche von knapp 300 Millionen Euro soll umgesetzt werden, sofern der Haushaltsausschuss des Bundestags zustimmt.
Für diese Phase sind Mittel in Höhe von 25 Millionen Euro vorgesehen. Die als Raider vermarkteten Präzisionswaffen gelten als technologische Spitzenentwicklung von Rheinmetall. Sie sollen die bestehenden Drohnensysteme der Unternehmen Helsing und Stark ergänzen, unter anderem durch hochmoderne optische Sensoren. Im Rahmen des ersten 300-Millionen-Auftrags liefert das Unternehmen Bodenstationen, Luftfahrtsysteme, Schulungsmaterialien und Simulatoren.
Rheinmetall muss bis Ende April 2027 alle Qualifikationsanforderungen erfüllen. Sollte dies nicht gelingen, behält sich das Ministerium das Recht vor, den Vertrag zu kündigen. Neben der Hardware übernimmt das Unternehmen auch die Erstausbildung der Bedienkräfte für die neuen Systeme.
Unterdessen hat Portugal seine Beteiligung an Tests ähnlicher Waffensysteme bestätigt. Im Rahmen der NATO-Übung Strong Impact 2026, die vom 16. bis 25. März 2026 stattfindet, wird das Land Loitering Munition in einem multinationalen Umfeld evaluieren.
Der geplante Rahmenvertrag würde sich über mehrere Jahre erstrecken und ein Gesamtvolumen von 2,387 Milliarden Euro umfassen. Rheinmetalls Raider-System soll die unbemannten Luftfähigkeiten Deutschlands neben den bestehenden Plattformen stärken. Der Erfolg des Projekts hängt davon ab, dass strenge Fristen und Leistungsvorgaben eingehalten werden.






