Bundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe ab 2026
Sebastian VoigtBundestag beschleunigt Anerkennung ausländischer Gesundheitsberufe ab 2026
Der Deutsche Bundestag hat ein neues Gesetz verabschiedet, um die Anerkennung ausländischer Berufsabschlüsse im Gesundheitsbereich zu beschleunigen. Die Reform richtet sich an Ärztinnen und Ärzte, Zahnärztinnen und Zahnärzte, Apothekerinnen und Apotheker sowie Hebammen und soll das Verfahren vereinfachen und digitalisieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) hatte den Gesetzentwurf eingebracht, der am Donnerstag mit breiter Unterstützung aus den Reihen der Regierungsfraktionen und der Grünen verabschiedet wurde.
Das Gesetz erhielt Zustimmung von der Ampelkoalition und den Grünen, während nur die rechtspopulistische AfD dagegen stimmte. Die Linke enthielt sich. Nach der Zustimmung des Bundesrates soll das Gesetz am 1. November 2026 in Kraft treten.
Die Neuregelungen sehen eine bundesweite Vereinheitlichung der Anerkennungverfahren vor. Eine zentrale Neuerung ermöglicht es den Bundesländern, die Sprachkenntnisse von Bewerberinnen und Bewerbern aus Drittstaaten bereits vor Abschluss ihrer Berufsausbildung zu prüfen. Damit sollen Verzögerungen bei der Bearbeitung der Anträge verringert werden.
Auch die Digitalisierung spielt in dem neuen System eine zentrale Rolle. Ziel ist es, das Verfahren für im Ausland ausgebildete Fachkräfte im Gesundheitswesen schneller und transparenter zu gestalten.
Der Gesetzentwurf geht nun an den Bundesrat zur finalen Abstimmung. Sobald das Gesetz in Kraft tritt, soll es ausländischen Fachkräften den Einstieg in den deutschen Gesundheitssektor erleichtern. Im Mittelpunkt der Änderungen stehen Effizienzsteigerung, Standardisierung und frühere Sprachprüfungen für Bewerber aus Nicht-EU-Staaten.






