Braunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von VW Financial Services im August
Sebastian VoigtBraunschweig übernimmt sieben Kita-Gruppen von VW Financial Services im August
Die Stadt Braunschweig übernimmt sieben der zehn Kindergartengruppen, die bisher von der Volkswagen Financial Services (VW FS) betrieben wurden. Diese Veränderung folgt auf die Schließung der betriebseigenen Einrichtung Freche Daxe und tritt im August in Kraft. Der Schritt erfolgt, nachdem VW FS einen deutlichen Rückgang der Nachfrage nach betrieblichen Betreuungsplätzen durch Mitarbeiter verzeichnete.
Seit 2008 hatte VW FS das eigene Kinderbetreuungszentrum vollständig finanziert und der Stadt damit schätzungsweise 14,7 Millionen Euro erspart. Da jedoch immer weniger Beschäftigte das Angebot nutzten, entschied sich das Unternehmen zur Schließung der Einrichtung. Statt wie ursprünglich geplant eine neue Kita im Gebiet Wenden-West zu bauen, wird die Stadt nun die bestehenden Gruppen am Käferweg übernehmen.
Nach der neuen Regelung bleiben 55 Plätze für Kinder von VW-Mitarbeitern reserviert. Das Unternehmen wird Braunschweig dafür jährlich rund 475.000 Euro zahlen. Die Stadt rechnet mit jährlichen Ausgaben von etwa 1,15 Millionen Euro für die Umstellung, betont jedoch, dass es sich dabei nicht um eine Subvention für VW FS handle.
Langfristig könnte die Lösung sogar Kosten sparen. Durch die Nutzung der bestehenden Einrichtung könnte Braunschweig die hohen Baukosten vermeiden, die ursprünglich für eine neue Kita in den Wenden-Siedlungen veranschlagt waren.
Die Übernahme beginnt im August, wobei die Stadt dann für sieben Kindergartengruppen verantwortlich sein wird. Kinder aus Wenden könnten in der ehemaligen Betriebskita untergebracht werden, während VW-Mitarbeiter weiterhin Vorrang auf die 55 reservierten Plätze haben. Die finanzielle Vereinbarung sieht vor, dass die Stadt die Betriebskosten trägt, während VW FS die Kosten für die reservierten Plätze übernimmt.






