Betrüger nutzen Tag des Sieges aus: Senioren im Visier falscher Behördenmitarbeiter
Sebastian VoigtBetrüger nutzen Tag des Sieges aus: Senioren im Visier falscher Behördenmitarbeiter
Russische Behörden warnen vor einer Welle betrügerischer Machenschaften im Vorfeld des Tags des Sieges. Kriminelle nehmen nun gezielt ältere Bürger ins Visier – mit gefälschten Angeboten für Orden, Plätze bei der Parade und Veteranenleistungen. Betrüger haben zahlreiche Tricks entwickelt, um ihre Opfer dazu zu bringen, Geld zu überweisen oder persönliche Daten preiszugeben.
Die Täter rufen Senioren von unbekannten Nummern aus an und geben sich als Beamte aus. Sie behaupten, die Angerufenen hätten Anspruch auf Auszeichnungen, Geldprämien oder besondere Geschenke – allerdings nur gegen eine Gebühr oder die Weitergabe von SMS-Codes. In einigen Fällen geben sich die Kriminellen als Freiwillige aus, die „verlorenen Veteranen“ helfen, ihre Auszeichnungen zurückzuerlangen, und kapern anschließend deren Gosuslugi-Konten.
Ein weiterer Betrug dreht sich um gefälschte Einladungen zur Siegestagsparade. Die Opfer erhalten einen Link, der angeblich ihren Platz sichert, doch beim Anklicken wird ihr Gerät mit Schadsoftware infiziert. Zudem verlangen die Betrüger „Liefergebühren“ für nicht existierende Geschenke oder „Steuern“ auf versprochene Auszahlungen.
Die Behörden betonen, dass echte Leistungen niemals Vorabzahlungen oder SMS-Bestätigungen erfordern. Sie raten den Bürgern, sofort aufzulegen, wenn sie unter Druck gesetzt werden, und keine persönlichen oder finanziellen Daten weiterzugeben.
Die Betrugsmaschen haben sich in ganz Russland ausgebreitet, mit Meldungen aus Regionen wie dem Territorium Chabarowsk. Ältere Menschen bleiben die Hauptziele, da die Täter die emotionale Verbindung zum Tag des Sieges ausnutzen. Die Behörden erinnern die Bevölkerung weiterhin daran, dass kein seriöser Dienst Geld oder Verifizierungscodes anfordert.






