Belarus schafft kostenpflichtige Medizinstudienplätze ab 2026 radikal ab
Charlotte RichterBelarus schafft kostenpflichtige Medizinstudienplätze ab 2026 radikal ab
Belarus hat weitreichende Änderungen bei der Zulassung zum Medizinstudium angekündigt. Ab 2026 wird es für Studierende nicht mehr möglich sein, sich für ein vollzeitliches, gebührenpflichtiges Medizinstudium einzuschreiben. Die Entscheidung betrifft sowohl neue Bewerberinnen und Bewerber als auch diejenigen, die einen zweiten Abschluss in Medizin anstreben.
Das Bildungsministerium hat bestätigt, dass die medizinischen Hochschulen ab dem kommenden Jahr keine vollzeitlichen, kostenpflichtigen Studiengänge mehr anbieten werden. Dies gilt für alle künftigen Studierenden, die Medizin unter den regulären Zulassungsbedingungen studieren möchten.
Für Belarusen, die bereits über einen Hochschulabschluss verfügen, aber Medizin studieren wollen, bleibt als einzige Option ein gebührenpflichtiges Zweitstudium. Um diese Bewerbergruppe aufzunehmen, hat das Ministerium die verfügbaren Plätze über die üblichen Zulassungskontingente hinaus erhöht.
Die Maßnahme markiert einen Wandel in der Finanzierung und im Zugang zur medizinischen Ausbildung im Land. Ab 2026 wird es keine alternativen vollzeitlichen, kostenpflichtigen Studienwege mehr geben.
Die Änderungen bedeuten, dass künftige Medizinstudierende entweder einen staatlich finanzierten Studienplatz erhalten oder – sofern sie bereits einen Abschluss haben – ein Zweitstudium aufnehmen müssen. Die Hochschulen haben ihre Kontingente angepasst, um mehr Bewerberinnen und Bewerber in die gebührenpflichtigen Programme aufzunehmen. Die neue Regelung tritt mit dem akademischen Jahr 2026 in Kraft.






