18 April 2026, 00:41

Air-Canada-Chef Rousseau tritt nach Sprachkonflikt in Québec zurück

Offenes Buch mit handgeschriebener Text auf der linken Seite, der 'Titel Oberkanada Land Petitionen 1763-1865 - Mikan Nummer 205131 - Mikroform C-1763' liest.

Air-Canada-Chef Rousseau tritt nach Sprachkonflikt in Québec zurück

Air-Canada-Chef Michael Rousseau tritt nach Kritik an einsprachigem Beileidsvideo zurück

Michael Rousseau, der Vorstandsvorsitzende von Air Canada, hat seinen Rücktritt bekannt gegeben – nach monatelanger Kritik an einem rein englischsprachigen Beileidsvideo. Die Entscheidung fällt in eine Zeit andauernder Debatten über die Sprachgesetze in Québec, die auch internationale Aufmerksamkeit erregt haben, unter anderem durch Stellungnahmen von Persönlichkeiten wie Elon Musk. Rousseau geht nach wochenlangem Druck seitens Politiker und der Öffentlichkeit.

Auslöser der Kontroverse war ein von Rousseau veröffentlichtes Video auf Englisch nach einem tödlichen Flugzeugabsturz in Québec. Die Nationalversammlung der Provinz forderte umgehend seinen Rücktritt und argumentierte, die Botschaft hätte zweisprachig sein müssen. Später äußerte sich auch Premierminister Mark Carney und bezeichnete das Video als "Fehlurteil in Sachen Urteilsvermögen und Mitgefühl".

Rousseau hatte sich zuvor bereits für seine begrenzten Französischkenntnisse entschuldigt, doch die öffentliche Empörung ließ nicht nach. Unterdessen bereitete der Aufsichtsrat von Air Canada bereits seit Anfang 2026 einen Führungswechsel vor und hatte eine weltweite Suche nach einem Nachfolger eingeleitet.

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Auf sozialen Medien kommentierte Elon Musk Rousseaus Rückzug und brachte ihn mit den Sprachpolitiken Québecs in Verbindung. Er bezog sich dabei auf die Charta der französischen Sprache (Charte de la langue française) und das Gesetz 96 (Loi 96), die in der Vergangenheit sowohl aus den USA als auch anderen Regionen Kritik geerntet hatten. Die Gesetze schreiben vor, dass Französisch in Wirtschaft und öffentlicher Kommunikation vorrangig verwendet werden muss.

Rousseaus Rücktritt markiert das Ende einer von Konflikten geprägten Phase für die Führungsetage von Air Canada. Nun wird der Aufsichtsrat die Suche nach einem neuen CEO abschließen, während die Sprachgesetze Québecs weiterhin national und international diskutiert werden. Die Entscheidung über die Nachfolge dürfte die Zukunft des Unternehmens in den kommenden Jahren maßgeblich prägen.

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