AfD mit Rekordwerten in Umfragen – doch Kommunalwahlen bremsen den Aufstieg
Julian HartmannAfD mit Rekordwerten in Umfragen – doch Kommunalwahlen bremsen den Aufstieg
Die AfD verzeichnet in bundesweiten Umfragen einen deutlichen Aufstieg und liegt nun zwei bis drei Prozentpunkte vor der CDU/CSU. In Ostdeutschland bleibt die Unterstützung für die Partei hoch – in Sachsen-Anhalt bei 41 Prozent, in Mecklenburg-Vorpommern bei 36 Prozent. Doch aktuelle Kommunalwahlen zeigen gemischte Ergebnisse für die rechtspopulistische Kraft.
Im Landkreis Uckermark setzte sich die amtierende CDU-Politikerin Karina Dörk klar gegen den AfD-Kandidaten Felix Teichner durch. Dörk wies Debatten über eine sogenannte „Brandmauer“ gegen die AfD zurück und betonte stattdessen in ihrem Wahlkampf Kompetenz. Teichner, AfD-Abgeordneter, inszenierte sich mit einem gemäßigteren Image und spielte am Klavier linksgerichtete Volkslieder von Hannes Wader.
Trotz des bundesweiten Aufwindes hat die AfD in ostdeutschen Kommunalwahlen Schwierigkeiten. Von 26 Bürgermeister- und Kreistagswahlen in diesem Jahr gewann die Partei lediglich zwei. Gleichzeitig strömen Wähler, die CDU und CSU verlassen, nicht in großer Zahl zur AfD – viele wollen stattdessen nicht wählen oder unterstützen linke Alternativen.
Die neueste Folge von Bundestalk, unserem wöchentlichen Politik-Podcast, analysiert Strategien gegen den Aufstieg der AfD. Die Sendung ist auf unserer Website sowie bei Spotify, Deezer und iTunes verfügbar.
Der Vorsprung der AfD in bundesweiten Umfragen steht im Kontrast zu ihren begrenzten Erfolgen bei Kommunalwahlen. Zwar bleibt die Partei in den ostdeutschen Bundesländern dominant, doch in entscheidenden Wahlen mussten ihre Kandidaten Niederlagen hinnehmen. Die Veränderung im Wählerverhalten deutet eher auf eine allgemeine Unzufriedenheit hin als auf eine gezielte Hinwendung zum rechten Rand.






