ABC-Mitarbeiter:innen streiken 24 Stunden für faire Löhne und Jobgarantien
Charlotte RichterABC-Mitarbeiter:innen streiken 24 Stunden für faire Löhne und Jobgarantien
Journalist:innen und Mitarbeiter:innen des australischen öffentlich-rechtlichen Rundfunks ABC werden ab Mittwoch, 11 Uhr, einen 24-stündigen Streik durchführen. Die Arbeitsniederlegung folgt auf die Ablehnung eines Gehaltsabkommens – 60 Prozent der Belegschaft stimmten gegen das jüngste Angebot. Sorgen über Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate, Arbeitsplatzsicherheit und berufliche Entwicklungsmöglichkeiten haben den Konflikt angeheizt.
Der Streik stellt die erste größere Arbeitskampfmaßnahme beim ABC seit Jahren dar. Beim Sender sind über 4.400 Menschen beschäftigt, davon rund 2.000 in der Nachrichtenabteilung – dem größten Bereich der Organisation. Die Gewerkschaft Media, Entertainment and Arts Alliance (MEAA), die die Beschäftigten vertritt, berichtete, dass 90 Prozent der abstimmenden Medienmitarbeiter:innen den Streik unterstützten.
Das letzte Angebot der ABC-Führung sah lediglich begrenzte Arbeitsplatzgarantien vor und enthielt keine Schutzklauseln gegen den Ersatz von Stellen durch KI. Die Gewerkschaft kritisierte zudem Lohnerhöhungen unter der Inflationsrate sowie prekäre Arbeitsbedingungen als Bedrohung für den öffentlich-rechtlichen Journalismus. MEAA-Generalsekretärin Erin Madeley warnte vor steigenden Arbeitsbelastungen und mangelnden Aufstiegschancen.
Der Streik wird Live-Sendungen im Fernsehen und Radio beeinträchtigen. Der ABC bleibt eine der meistbesuchten Websites Australiens und liegt mit Platz 11 national sogar noch vor Netflix. Auch nicht-journalistische Mitarbeiter:innen lehnten das Angebot ab und verwiesen auf ähnliche Bedenken bei Bezahlung und Arbeitsbedingungen.
Die 24-stündige Arbeitsniederlegung beginnt Mittwoch um 11 Uhr und betrifft sowohl redaktionelle als auch nicht-redaktionelle Bereiche. Da keine Einigung in Sicht ist, dreht sich der Konflikt um Löhne, Jobgarantien und die Zukunft des Journalismus beim öffentlichen Rundfunk. Der Streik spiegelt eine breitere Unzufriedenheit der Belegschaft mit den Arbeitsbedingungen und Karriereperspektiven wider.






