74 Tote in der Bauwirtschaft 2024 – trotz Rückgang bleibt die Bilanz alarmierend
Charlotte Richter74 Tote in der Bauwirtschaft 2024 – trotz Rückgang bleibt die Bilanz alarmierend
Im Jahr 2024 kamen in der deutschen Bauwirtschaft 74 Beschäftigte ums Leben. Zwar ist diese Zahl leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr, doch Sicherheitsverbände warnen, dass viele Unfälle vermeidbar wären. Nun fordern Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände eine konsequentere Einhaltung der Schutzmaßnahmen auf den Baustellen.
Die aktuellen Zahlen zeigen eine leichte Verbesserung: 2024 gab es vier Todesfälle weniger als im Jahr 2023. Dennoch bleibt die Bilanz erschütternd. Statistisch gesehen stirbt in Deutschland alle vier Arbeitstage ein Beschäftigter aus dem Bau- oder Reinigungsgewerbe.
Neben tödlichen Unfällen starben 2025 zudem 400 Menschen an Berufskrankheiten. Viele dieser Fälle gehen auf frühere Belastungen durch schädliche Stoffe wie Staub oder Asbest zurück. Die Behörden betonen, dass konsequente Sicherheitsvorkehrungen Leben retten könnten.
Die Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG BAU) und die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt (IG BAU) fordern nun ein Umdenken. Sie rufen die Beschäftigten dazu auf, unsichere Arbeitsbedingungen abzulehnen und auf angemessene Schutzkleidung zu bestehen. Mathias Neuser, kommissarischer Vorsitzender des Vorstands der BG BAU, unterstrich, dass Arbeitssicherheit sowohl eine Führungsaufgabe als auch eine gemeinsame Verantwortung sei. Das Ziel ist klar: Jeder Beschäftigte soll am Ende des Arbeitstages unverletzt nach Hause zurückkehren.
Obwohl die Zahlen für 2024 einen leichten Rückgang der Todesfälle zeigen, bleiben die Risiken bestehen. Eine strengere Umsetzung der Sicherheitsvorschriften und eine erhöhte Wachsamkeit der Beschäftigten gelten als entscheidend, um Unfälle zu reduzieren. Nun geht es darum, sicherzustellen, dass Schutzmaßnahmen nicht nur existieren, sondern auch aktiv eingehalten werden.






