70 Millionen gefährliche Produkte gelöscht – doch die Lücken bleiben
Sebastian Voigt70 Millionen gefährliche Produkte gelöscht – doch die Lücken bleiben
Ein neuer Bericht deckt gravierende Mängel bei der Produktsicherheit auf den größten deutschen Online-Shopping-Plattformen auf. Allein im November 2025 wurden fast 70 Millionen Angebote gelöscht – doch viele gefährliche Artikel gelangen weiterhin in Umlauf. Verbraucherschützer fordern nun schärfere Kontrollen, um unsichere Produkte bereits vor dem Verkauf zu blockieren.
Der Verband der Verbraucherzentralen (VZBV) hat Daten aus der EU-weiten Produktmeldestelle ausgewertet. Die Ergebnisse zeigen: Die fünf größten Online-Marktplätze in Deutschland löschten innerhalb eines einzigen Monats knapp 70 Millionen Angebote. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft.
Doch der VZBV warnt, dass der Abgleich zwischen der EU-Datenbank und den Online-Plattformen weiterhin lückenhaft ist. Durch diese Schwachstelle bleiben gefährliche Waren weiterhin käuflich erhältlich – mit potenziellen Risiken für Verbraucher.
Als Reaktion fordert der VZBV wirksamere präventive Maßnahmen. Die klare Forderung: Unsichere Artikel müssen von vornherein automatisch von den digitalen Verkaufsplattformen ausgeschlossen werden.
Die Analyse unterstreicht ein anhaltendes Problem bei der Durchsetzung von Produktsicherheit im Netz. Zwar wurden Millionen gefährlicher Angebote entfernt, doch die unvollständigen Prüfungen lassen Risiken bestehen. Mit dem Vorstoß für vorbeugende Verbote will der VZBV diese Lücken schließen und Käufer besser schützen.






