07 May 2026, 14:38

39 mexikanische Studierende in Großbritannien ohne Stipendien gestrandet

Plakat zur Ankündigung der Stornierung von Schülerdarlehen für alle, die im nächsten Monat im Plan zur Rückzahlung von Schülerdarlehen eingeschrieben sind.

39 mexikanische Studierende in Großbritannien ohne Stipendien gestrandet

Ein Finanzstreit zwischen dem mexikanischen Nationalen Polytechnischen Institut (IPN) und der Polytechnischen Stiftung hat 39 mexikanische Studierende in Großbritannien ohne Stipendien zurückgelassen. Seit März 2026 erhalten sie keine Zuschüsse mehr für Miete oder Lebenshaltungskosten und stecken in einer zunehmend prekären Lage. Der Konflikt wurde zwar erst im April öffentlich, doch die Spannungen begannen Monate zuvor mit gegenseitigen Vorwürfen des Fehlverhaltens.

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Die Wurzeln der Krise reichen bis zum 11. Juli 2025 zurück, als das IPN die Zusammenarbeit mit der Polytechnischen Stiftung beendete. Die Stiftung warf dem IPN-Generaldirektor Arturo Reyes Sandoval später vor, einen illegalen Machtübernahmeversuch unternommen und Studierendengelder veruntreut zu haben. Im Dezember 2025 reichte die Stiftung Straf- und Zivilklagen gegen Sandoval ein – unter anderem wegen Untreue, Vetternwirtschaft und Amtsmissbrauchs.

Das IPN hingegen machte die Stiftung für die Einstellung der Stipendien verantwortlich. Offizielle Stellen behaupteten, die Zahlungen an die Studierenden seien ausgeblieben, weil die Stiftung die Freigabe der Mittel verweigert habe. Jede und jeder der Betroffenen hatte zuvor monatlich etwa 880 Pfund für Lebenshaltungskosten sowie 40 Pfund für Transport erhalten – deutlich weniger als die in Großbritannien empfohlene Summe für internationale Studierende in London.

Am 20. April 2026 gab das IPN die Beendigung der Partnerschaft öffentlich bekannt und verschärfte damit den Streit. Zehn Tage später führte Reyes Sandoval ein virtuelles Treffen mit der Queen Mary University of London, um nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten zu suchen. Zu diesem Zeitpunkt waren Studierende wie Mónica Calderón, eine 28-jährige Doktorandin der Bioingenieurwissenschaften, bereits seit Wochen ohne Unterstützung. Die britischen Einwanderungsbestimmungen erschweren die Situation zusätzlich, da ihnen die Möglichkeit verwehrt bleibt, in Vollzeit zu arbeiten – ihnen bleiben kaum Alternativen.

Die Betroffenen sehen sich nun mit wachsenden Mietschulden und finanzieller Not konfrontiert, ohne dass eine Lösung in Sicht wäre. Die 39 Studierenden harren in einer ungewissen Situation aus, unfähig, ihre grundlegenden Kosten zu decken, während die juristischen und administrativen Auseinandersetzungen weitergehen. Ohne Stipendien oder das Recht auf Vollzeitarbeit schweben ihr Studium und ihre Lebenssituation in der Schwebe. Weder die Queen Mary University noch die mexikanischen Behörden haben bisher eine konkrete Lösung präsentiert.

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