02 May 2026, 12:03

2.500 Menschen fordern in Halle faire Löhne und Sozialschutz statt Profitgier

Eine große Protestdemonstration mit Menschen, die eine Straße in Washington, D.C. entlangmarschieren, einige halten Schilder und fahren Fahrräder, mit Bäumen und einem klaren blauen Himmel im Hintergrund.

2.500 Menschen fordern in Halle faire Löhne und Sozialschutz statt Profitgier

Rund 2.500 Menschen gingen in Halle (Saale) unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ zu einer Maikundgebung auf die Straße. Die vom Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) organisierte Veranstaltung brachte Arbeiter:innen, Gewerkschaften und politische Gruppen zusammen, die sich für fairere Arbeitsbedingungen und einen stärkeren Sozialschutz einsetzen.

Eröffnet wurde die Demonstration mit einer Begrüßungsrede von Katharina Brederlow, der halleschen Beigeordneten für Bildung und Soziales. Sie verwies auf die wachsende Belastung des Sozialstaats und warnte, dass immer mehr Familien – insbesondere mit Kindern – in der Stadt von Armut bedroht seien.

Bodo Ramelow, Vizepräsident des Bundestags und Politiker der Linken, hielt die Hauptrede. Er kritisierte Bestrebungen, soziale Absicherungen für Beschäftigte in wirtschaftlich unsicheren Zeiten abzubauen, während Unternehmensgewinne unangetastet blieben. Ramelow verurteilte zudem Versuche, Arbeitsrechte zu schwächen, und bezeichnete jeden Angriff auf den Achtstundentag als Angriff auf die Gesundheit der Arbeitnehmer:innen.

Er lehnte es außerdem ab, dass Rüstungsausgaben auf Kosten sozialer Programme gehen sollten. Ramelow rief zum Widerstand gegen rechtspopulistische Tendenzen auf und betonte, dass ein starker Sozialstaat essenziell für den Erhalt der Demokratie sei. Er versprach, seine parlamentarische Position für soziale Gerechtigkeit, faire Arbeitsbedingungen und bezahlbaren Wohnraum einzusetzen.

Brederlow griff diese Forderungen auf und forderte eine nachhaltige Wertschätzung sowie angemessene Bezahlung für Pflege- und Sozialkräfte – viele von ihnen mit Migrationshintergrund. Das Programm der Veranstaltung war vielfältig und umfasste Reden sowie Beiträge von Gewerkschaften und Parteien.

Die Kundgebung in Halle lenkte die Aufmerksamkeit auf steigende Armut und die Belastungen des Sozialsystems. Organisator:innen und Redner:innen forderten stärkere Arbeitsschutzrechte, faire Löhne und einen Stopp bei Kürzungen im Sozialbereich. Die Veranstaltung unterstrich die Forderung nach einer Politik, die Arbeitnehmerinteressen über Unternehmensprofite stellt.

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