17 Millionen Dollar Entschädigung für Trinkwasser-Opfer auf Oʻahu
Fast 630 Kläger, die von der Trinkwasserverschmutzung durch die Marine in Central Oʻahu betroffen sind, erhalten eine gemeinsame Entschädigungssumme von 17 Millionen US-Dollar. Die Vergleichszahlungen sind Teil der jüngsten Welle von Rechtsstreitigkeiten im Zusammenhang mit dem Red-Hill-Skandal. Jeder Kläger wird vor Abzug der Anwaltskosten etwa 27.000 Dollar erhalten.
Die Einigungen gehen auf zwei Klagen gegen die Marine zurück, die nach dem Federal Tort Claims Act eingereicht wurden. Diese Verfahren umfassen mehr als 6.500 Schadensersatzforderungen, wobei mittlerweile rund 3.600 Kläger eine Einigung mit der Bundesregierung erzielt haben.
Major Mandy Feindt von der Armee, deren Familie zu den Betroffenen gehört, erklärte, die zugesprochenen 27.000 Dollar deckten weder die gesundheitlichen Schäden noch die Vermögensverluste der Familien ab. Ihre achtjährige Tochter leide weiterhin unter neurologischen Problemen, und ihr sechsjähriger Sohn habe durch das verunreinigte Wasser dauerhafte Lungenschäden davongetragen.
Kristina Baehr, die Anwältin der Kläger, kritisierte, dass die ausgehandelten Beträge unter dem von Bundesrichterin Leslie Kobayashi festgelegten Mindestmaß lägen. Zudem werden die Auszahlungen um bis zu 25 Prozent für Anwaltsgebühren gekürzt.
Brett Shumate, stellvertretender Generalstaatsanwalt, bezeichnete die Vergleiche als eine „gerechte und faire Lösung“. Die Vereinbarungen gelten jedoch nur für erkrankte Familienangehörige, nicht für die betroffenen Soldaten selbst.
Mit den jüngsten Einigungen steigt die Zahl der abgegoltenen Red-Hill-Fälle auf über 3.600. Die von der Kontamination betroffenen Familien erhalten zwar eine Entschädigung, doch die Anwaltskosten schmälern die endgültigen Beträge. Die Verfahren thematisieren die anhaltenden gesundheitlichen und finanziellen Belastungen, die mit den Problemen der Wasserversorgung einhergehen.
